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Tradition des Kläpsterns in Enkhausen

Nach dem Gloria im Gottesdienst am Gründonnerstag verstummen Glocken und Orgeln in den katholischen Kirchen. Im Gedenken an Christi Kreuz und Leiden kehrt am Karfreitag und Karsamstag Stille ein, die nicht durch erhabenen Glockenklang und Orgelmusik unterbrochen werden soll. Der Überlieferung nach fliegen die Glocken nach Rom, holen sich dort den Segen des Papstes und kehren erst zum Gloria in der Osternacht zurück.

Im Mittelalter waren die Menschen zur Organisation ihres Tagesablaufs auf das Stundengeläut der Kirchenglocken angewiesen. Deshalb übernahmen knatternd lärmende Geräusche von Holzratschen in vielen Landesteilen die Funktion der Glocken zu den Zeiten des Angelusläutens. Dieses Brauchtum ist im Sauerland noch weit verbreitet. Auch in Enkhausen ist es erhalten geblieben.

Am Karfreitag und Karsamstag ziehen Kinder durchs Dorf und halten mit ihren Klappern diesen alten Brauch aufrecht. Alle Kinder sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Treffpunkt ist am Karfreitag bereits um 06.50 Uhr an der Laurentiuskirche, damit das Kläpstern pünktlich um 07.00 Uhr beginnen kann. Die Klappern stehen nur in einer begrenzten Anzahl zur Verfügung. Wer noch eine Klapper hat, bringt sie bitte mit.

Zeitplan: Karfreitag, 3. April, 07.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr und Karsamstag, 4. April, 07.00 Uhr und 12.00 Uhr

Am Karsamstag, nach dem Kläpstern um 07.00 Uhr, sind die Kinder wieder zum gemeinsamen Frühstück im Pfarrheim eingeladen. Am Samstagmittag dürfen sie dann wieder sammeln. Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Kinder teilnehmen.

Videoausschnitt der großen Enkhauser Klapper

 

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